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Biogetreidemarkt: Wie war die Ernte bei Hafer, Dinkel und Co.?
Marktüberblick zur Bio-Getreideernte 2025 bei Hafer, Dinkel, Weizen, Roggen, Ackerbohnen, Lupinen und Umstellungsware.
Sich immer wieder neu erfinden
Drei Betriebsporträts aus Nordfriesland, Ostholstein und der Lüneburger Heide zeigen, wie Bioackerbau-Betriebe ihre Geschäftsmodelle immer wieder grundlegend umgebaut haben – vom Komplettumstieg auf Sommerungen über Kleegras für Biogas bis zu überbetrieblichen Nährstoff-Kooperationen. Berater Gustav Alvermann zieht daraus die Lehre, dass dauerhafter Erfolg eine Kultur der permanenten Anpassung voraussetzt.
Wasserschutz kommt nicht immer von allein
Gustav Alvermann erklärt, unter welchen Standort- und Bewirtschaftungsbedingungen Ökolandbau zum Schutz des Grundwassers beiträgt. An Beispielen aus Canitz, Weser-Ems, Baden-Württemberg und Unterfranken zeigt der Beitrag, dass Rentabilität und regionale Zusatzmaßnahmen über die Wirkung in der Fläche entscheiden.
Kein großer Wachstumsmarkt
Conrad Thimm beleuchtet die ungleiche Marktstellung von Biorind- und Bioschweinefleisch: Während extensives Grünland das Angebot an Biorindern wachsen lässt, bremsen knappe Bioferkel, der Strukturwandel der Schlacht- und Zerlegebranche und veränderte Verzehrgewohnheiten den Markt. Sein Fazit für Biofleisch fällt insgesamt verhalten aus.
Da ist Platz für mehr
Stefan Rother ordnet Biogemüse, Biokartoffeln und Biozuckerrüben als wachsende, aber kosten- und importgeprägte Biosegmente ein. Der Beitrag zeigt Chancen für heimische Wertschöpfungsketten und benennt zugleich den Druck durch Handel, Lohnkosten und Lieferfähigkeit.
Ein kleiner, fragiler Markt
Gustav Alvermann ordnet den Biogetreidemarkt im Juli 2024 als kleinen, empfindlichen Konsummarkt zwischen Brot, Mehl, Bier, Haferdrink und Futterverwertung ein. Der Beitrag zeigt, warum Qualität, regionale Verarbeiter und passende Kulturen über Marktchancen entscheiden.
Ein zentrales Standbein
Conrad Thimm analysiert die Bio-Legehennenhaltung als zentrales Standbein der Biokreislaufwirtschaft – vom Bioeiermarkt über »Bruderhähne« und regionale Hotspots wie Weser-Ems bis zum Kreislauf aus Biofuttergetreide und Hühnertrockenkot. Ein Gastkasten von Gustav Alvermann erklärt, warum der Bioackerbau ohne Tierhaltung kaum auskommt.
Angebotsvielfalt ist der Schlüssel
Stefan Rother gibt einen Marktausblick für die Biomilch entlang der Ökolieferketten: Trotz starker Preisschwankungen – mit einem Hoch von bis zu 66 Ct/kg im Jahr 2022 – bleibt der Biomilchmarktanteil bei rund 4,5 % begrenzt. Der Beitrag beschreibt den Strukturwandel bei den Molkereien, den Orientierungspreis von Bioland und Naturland, die Bedeutung stabiler Wertschöpfungsketten und Regionalität sowie Klimabilanz, verändertes Verbraucherverhalten und die wachsende Konkurrenz durch Pflanzendrinks.
Wie lässt sich der Bioanteil ausbauen?
Conrad Thimm beschreibt, warum mehr Ökofläche allein den Biomarkt nicht stabil ausbaut: Entscheidend sind passende Lieferketten, Absatzkanäle und produktbezogene Marktchancen. Der Beitrag ordnet Bioanteile von Brot, Milch, Fleisch, Kartoffeln, Gemüse und Eiern ein und zeigt, wo Handel, Bündler und Erzeuger gemeinsam Wachstum ermöglichen können.